Die Fachstelle Rückenwind wurde 2025 gegründet und ist eine Kooperation zwischen dem Landratsamt Waldshut und der Caritas Hochrhein.
Die Fachstelle ist an die zwei Psychologischen Beratungsstellen des Landkreises in Bad Säckingen und in Waldshut angebunden.
Alle unsere Mitarbeiter unterliegen gesetzlich der Schweigepflicht. Sie dürfen damit keinerlei Daten oder Informationen über den Klienten weitergeben oder Dritten erzählen.
Auch gegenüber Eltern oder anderen Personensorgeberechtigten dürfen keine Auskünfte ohne Einwilligung der Kinder oder Jugendlichen gegeben werden. Kinder und Jugendliche haben gesetzlich das Recht auf Beratung, auch ohne das Wissen der Eltern.
Die einzige Ausnahme liegt im Falle einer akuten Kindeswohlgefährdung vor. Wir sind in einem solchen Falle nach §8a SGB VIII dazu verpflichtet, dies zu melden. Jedoch werden auch solche Prozesse mit dem Klienten besprochen sowie transparent und partizipativ gestaltet, soweit der Schutz des Kindes oder des Jugendlichen dadurch nicht gefährdet wird.
Wir sind parteilich gegenüber den betroffenen Personen, das heißt wir stehen klar auf ihrer Seite. Wir nehmen ihre Sichtweise und ihr Erleben ernst und unterstützen sie bei allen weiteren Prozessen, so wie sie es benötigen.
Unser Angebot ist freiwillig. Jeder entscheidet selbst, ob er zu uns kommen und beraten werden möchte.
Wir sehen betroffene Personen als „Experten“ (nach Wilma Weiß) ihres eigenen Lebens an. Sie verfügen über das Wissen darüber, was sie benötigen und welcher Weg für sie der Richtige ist. Wir verstehen uns als Begleitung in ihrem individuellen Prozess und leisten Hilfe zur Selbsthilfe.
Unsere Beratungsprozesse gestalten wir partizipativ. Wir orientieren uns immer am Tempo der Klienten, die selbst entscheiden, was und wann sie etwas erzählen möchten.
Wir bieten sichere Räume, in denen betroffene Personen, Bezugspersonen und Fachkräfte ihre Gefühle, Gedanken, Fragen und Sorgen teilen und verarbeiten können.
Wenn es gewünscht ist, unterstützen wir auch gerne dabei, ein weiteres Vorgehen zu erarbeiten.
Wir arbeiten nach einem traumapädagogischen Ansatz.
Erfahrungen von sexualisierter Gewalt können mit großem Kontrollverlust und Ohnmacht einhergehen. Dementsprechend ist es uns sehr wichtig, unseren Beratungsprozess transparent zu gestalten. Das heißt, dass alle Beratungsschritt gemeinsam abgesprochen werden.
Die Angebote der Fachstelle richten sich an alle Kinder, Jugendlichen und ihre Bezugspersonen unabhängig ihrer Herkunft, Religionszugehörigkeit, sexuellen und geschlechtlichen Identität. Die Fachstelle positioniert sich klar gegen jegliche Formen der Diskriminierung.
Wir erstatten von uns aus keine Strafanzeige.
Wir können betroffene Personen in dem Prozess beraten und über die Möglichkeiten informieren, jedoch entscheidet immer die betroffene Person selbst, ob sie eine Strafanzeige erstatten will oder nicht.
Wir sehen betroffene Personen nicht nur in dem, was sie erlebt haben, sondern immer als ganze Persönlichkeit – mit all ihren Fähigkeiten, Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten. In unserer Arbeit unterstützen wir sie dabei, vorhandene Ressourcen zu nutzen, wiederzuentdecken und neue aufzubauen.
Um den Schutz von Kindern und Jugendlichen auch bei uns in der Beratungsstelle zu gewährleisten, verfügen wir über ein Schutzkonzept, was Sie hier nachlesen können:
PDF demnächst zum Download verfügbar.
Darüber hinaus stellen wir bei uns in der Beratungsstelle in Form von anonymen Feedbackbögen und einem Briefkasten ein Beschwerdesystem bereit, um Rückmeldungen, Kritik oder Verbesserungsvorschläge aufzunehmen und so die Qualität unserer Angebote kontinuierlich zu sichern.
Ein Teil unserer Qualitätssicherung umfasst auch die Zusammenarbeit und Vernetzung mit den bundes- und landesweiten Fachverbänden, darunter die Bundeskoordinierung spezialisierter Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend (BKSF), die Landeskoordinierungsstellen (LKSF) sowie die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung,- Vernachlässigung und sexualisierter Gewalt e.V. (DGfPI). Diese Kooperationen tragen dazu bei, Fachstandards einzuhalten, auf dem aktuellsten Stand zu bleiben, uns weiterzuentwickeln und fachlich aus dem Erfahrungswissen von anderen Fachberatungsstellen zu profitieren.